Team Liquid in CS2: Fast zum Topteam mit neuem AWPer

Februar 10, 2026
Counter-Strike 2
2
Team Liquid in CS2: Fast zum Topteam mit neuem AWPer

Team Liquid in CS2: Wie gut ist das Lineup wirklich?

Team Liquid steht in Counter-Strike 2 so nah an der absoluten Weltspitze wie seit Jahren nicht mehr. Die Verpflichtungen von siuhy als In-Game-Leader und flashie als Coach haben Struktur in ein Lineup gebracht, das auf dem Papier extrem viel Firepower besitzt.

Mit NAF, EliGE und NertZ verfügt Liquid über drei erfahrene und individuell starke Rifler, die in vielen Serien den Unterschied machen können. Die Mid-Round-Calls sind klarer geworden, die T-Side sieht deutlich besser abgestimmt aus, und selbst auf CT-Seite erkennt man endlich ein wiedererkennbares System.

Doch ein Problem zieht sich wie ein roter Faden durch fast jedes Turnier: die AWP-Rolle. Konkret geht es um Roland "ultimate" Tomkowiak, dessen Leistungen immer wieder den Sprung in die Top 10 der Welt blockieren.

Warum der AWPer im heutigen CS2 so wichtig bleibt

Viele Spieler sagen, dass die AWP in CS2 im Vergleich zu CS:GO etwas an Dominanz verloren hat. Movement, Smoke-Mechaniken und Map-Design haben sich verändert – und klassische AWP-Superstars müssen sich deutlich stärker anpassen.

Trotzdem bleibt der AWPer eine der einflussreichsten Rollen im Spiel:

  • First Contact & Info: Der AWPer entscheidet oft, ob ein Team früh in der Runde eine Überzahl bekommt oder nicht.
  • Space halten: Auf der CT-Seite kann eine gut positionierte AWP ganze Bereiche der Map unbespielbar machen.
  • Clutch-Potenzial: In 1vX-Szenarien kann eine AWP ein Round-Loss in einen Steal verwandeln.
  • Psychologischer Druck: Star-AWP-Spieler wie ZywOo oder m0NESY beeinflussen schon durch ihren Ruf das Verhalten der Gegner.

Gerade für ein Team wie Liquid, das wieder Trophys und stabile Playoff-Runs anpeilt, muss die AWP-Rolle sitzen. Und genau hier beginnt das Problem mit ultimate.

ultimate unter der Lupe: Wo es im Tier‑1 Counter-Strike hakt

Bei aller Kritik: ultimate ist kein schlechter Spieler. Er ist schnell, versucht Impact zu haben und scheut die Verantwortung nicht. Das Problem ist jedoch, dass seine Performance gemessen am Anspruch eines Tier‑1-AWPers schlicht nicht ausreicht.

In der aktuellen Meta ist es extrem schwer, als AWPer konstant auf Top-Niveau zu liefern. Die besten Teams der Welt analysieren Tendenzen im Detail, bereiten sich gezielt auf bestimmte Spieler vor und bestrafen jede wiederkehrende Bewegung. Genau hier wird ultimate angreifbar.

Viele Analysten und Fans stellen sich daher die Frage: Ist ultimate für ein Team mit Titel-Ambitionen die richtige Wahl?

Statistiken & Spielstil: Aggression ohne Impact

Interessant ist, dass ultimate in der Community oft als extrem aggressiver AWPer wahrgenommen wird, der ständig First-Peeks nimmt und stirbt. Schaut man sich die Zahlen genauer an, ist das Bild etwas differenzierter.

Opening Duels und Aggression

Im Vergleich zu absoluten Top-AWPern wie Mathieu "ZywOo" Herbaut, Ilya "m0NESY" Osipov oder Danil "molodoy" Golubenko nimmt ultimate gar nicht mal so viel mehr Opening-Fights. Diese Stars haben teilweise sogar einen höheren Anteil an Eröffnungsduellen – sowohl auf T- als auch auf CT-Seite.

Der Unterschied liegt woanders:

  • Top-AWP-Spieler konvertieren ihre Opening-Versuche deutlich häufiger in Kills.
  • ultimate geht zwar in viele riskante Szenarien, holt aber zu selten den fragenden Vorteil.
  • Seine Positionierung wirkt oft zu ambitioniert für sein reines Skill-Niveau.

Deaths per Round und Kills per Round

Ein weiterer Knackpunkt ist das Verhältnis aus Deaths per Round und Kills per Round. ultimate stirbt im Schnitt häufiger pro Runde als viele andere AWP-Kollegen, ohne dabei überdurchschnittlich viele Kills zu erzielen.

Vergleicht man ihn beispielsweise mit eher passiven, kontrollierten AWPern wie sh1ro oder torzsi, fällt auf:

  • Diese Spieler sind in Opening-Duellen effizienter.
  • Sie suchen seltener den Hero-Move, aber wenn sie ihn gehen, sitzt er deutlich öfter.
  • ultimate hingegen gerät zu häufig in Situationen, in denen er ohne Trade-Potenzial fällt.

Sniper-Kills pro Runde

In einem Meta, in dem selbst die stärksten AWP-Spieler regelmäßig zur Rifle greifen, ist die Kennzahl Sniper-Kills pro Runde besonders interessant. Hier liegt ultimate klar hinter der Elite.

Spieler wie molodoy kommen auf deutlich höhere AWP-Kill-Raten – bei ihm sind es rund 0,63 Sniper-Kills pro Runde, während ZywOo und m0NESY trotz ihrer Vielseitigkeit auf ca. 0,47 kommen. ultimate hingegen liegt im Bereich von etwa 0,40, was in Summe einfach zu wenig ist, um auf Dauer gegen die absolute Weltspitze zu bestehen.

Noch schwerer wiegt, dass ultimate in keinem der relevanten Sniper-Stats mit diesen Spielern mithalten kann – weder bei Multikill-Raten, noch bei Impact-Rating oder Clutch-Momenten.

Vergleich mit ZywOo, m0NESY, molodoy & Co.

Natürlich ist es nicht ganz fair, jeden AWPer der Welt mit ZywOo oder m0NESY zu vergleichen. Das sind Ausnahmespieler, die in ihrer eigenen Liga agieren. Aber wenn Team Liquid an Titel denkt, muss man genau diese Messlatte anlegen – oder sich ihr zumindest annähern.

Die Rolle der Flexibilität

Moderne Top-AWP-Spieler glänzen nicht nur mit dem Sniper-Gewehr:

  • ZywOo ist wahrscheinlich der kompletteste Spieler der Welt – ob AWP, Rifle oder Pistol, er liefert überall.
  • m0NESY kombiniert pure Mechanik mit immer besserem Gamesense und kann Runden auch als aggressiver Rifler diktieren.
  • molodoy steht stellvertretend für das neue AWP-Meta, in dem Dynamik, Positionswechsel und Rifling immer wichtiger werden.

ultimate wirkt in diesem Vergleich zu eindimensional. Er hat zwar seine Momente, aber zu selten Matches, in denen er das Spiel alleine an sich reißt – etwas, das von einem Top-AWPer in großen Arenen erwartet wird.

Konsequenzen für Team Liquid

Das Resultat ist klar spürbar:

  • In Bo3-Serien gegen Teams mit Elite-AWPs (Vitality, G2, Spirit, Falcons etc.) ist Liquid auf dieser Position häufig klar unterlegen.
  • Die Rifler müssen überperformen, um das Defizit auszugleichen.
  • Im Endeffekt fehlt der konstante X-Faktor, der enge Spiele in Richtung Liquid kippt.

Genau deshalb mehren sich die Stimmen, die sagen: Solange Liquid an ultimate festhält, wird es extrem schwer, dauerhaft in den Top 10 zu bleiben.

Warum Liquid einen AWPer-Wechsel braucht

ultimate ist mittlerweile rund eineinhalb Jahre bei Team Liquid. Das ist eine Zeitspanne, in der sich ein Spieler im neuen System einfinden, sich entwickeln und Schwächen ausgleichen kann. Statt eines klaren Aufwärtstrends sieht man jedoch eher Stagnation, wenn nicht gar leichte Rückschritte – gerade, weil Gegner seine Spielweise immer besser lesen.

Für ein Topteam ist das ein massives Problem:

  • Liquid hat endlich wieder ein stabiles Core-Trio auf den Rifles.
  • Das IGL-Coach-Duo siuhy/flashie beginnt zu funktionieren.
  • Das Team schafft es regelmäßig bis an die Schwelle zu großen Playoffs – scheitert aber oft knapp.

An genau diesem Punkt entscheidet häufig eine einzige Position, ob man auf der Bühne steht oder als Zuschauer auf dem Hotelzimmer landet. In der aktuellen Form ist ultimate für diesen Druckspot nicht die ideale Besetzung.

Die logische Konsequenz: Liquid muss den AWP-Markt ernsthaft prüfen und sich nach Alternativen umsehen, wenn man den nächsten Schritt machen will.

degster als offensichtliche Option

Wenn man über verfügbare AWP-Spieler mit Tier‑1-Erfahrung spricht, fällt fast automatisch ein Name: Abdul "degster" Gasanov.

Was für degster spricht

degster bringt ein Paket mit, das für Liquid enorm attraktiv wirkt:

  • Bewiesenes Tier‑1-Level: Er hat bei Team Spirit und Falcons auf höchstem Niveau gespielt und dort internationale Playoffs und Titelkämpfe erlebt.
  • LAN-Performer: Historisch gesehen gehört er zu den Spielern, die in Arenen eher aufdrehen als abtauchen.
  • Free Agent: Der wohl wichtigste Faktor: degster steht aktuell ohne Team da und könnte ohne Ablösesumme verpflichtet werden.

Sein MVP-Auftritt etwa bei PGL Bucharest hat zwar dazu geführt, dass manche ihn etwas überhöhen, aber unterm Strich ist er klar stärker als viele AWP-Optionen, die momentan in festen Verträgen stehen.

Was gegen degster spricht

Natürlich ist auch degster kein perfekter Fit ohne Fragezeichen:

  • Charakter & Teamfit: In der Vergangenheit gab es immer wieder Diskussionen über seine Rolle im Teamgefüge.
  • Visa-Probleme: Für eine Organisation mit vielen internationalen Turnieren – insbesondere in Nordamerika und Europa – sind wiederkehrende Visa-Themen ein echtes Risiko.
  • Spielstil: Er braucht in der Regel viel Freiheit im System. Die Frage wäre, wie gut sich das mit siuhys Führungsstil verträgt.

Dennoch: Wenn Liquid eine direkte, kurzfristige Aufwertung der AWP-Position sucht, ist degster wohl die klarste und unkomplizierteste Option.

kl1m: Aufstrebendes Talent mit AWP und Rifle

Wem degster als Lösung zu „klassisch“ oder zu riskant erscheint, der landet schnell bei einem der spannendsten AWP-Talente der letzten Zeit: Klimtentii "kl1m" Krivosheev.

Profil von kl1m

kl1m hat sich zunächst als Starspieler bei G2 Ares einen Namen gemacht, bevor er als Leihspieler bei MIBR in Südamerika richtig durchstartete. Spannend ist vor allem seine Vielseitigkeit:

  • Explosiver AWP-Stil mit viel Selbstvertrauen.
  • Sehr starke Rifle-Mechanik, ähnlich wie bei ZywOo oder m0NESY, die ihn flexibel im System einsetzbar macht.
  • Gute Performance selbst unter schwierigen Bedingungen, etwa beim StarLadder Budapest Major, obwohl MIBR insgesamt nicht zu den Favoriten zählte.

Ein solcher Spieler passt hervorragend in das moderne Verständnis eines AWPers, der nicht nur passiv auf Winkel wartet, sondern aktiv Runden gestaltet.

Risiken und Unbekannte bei kl1m

Trotz des hohen Upsides gibt es einige Fragezeichen:

  • Begrenzte Erfahrung in Europa: Er hat zwar bereits international gespielt, aber sich im harten europäischen Tier‑1-Alltag noch nicht dauerhaft etabliert.
  • Hohe Ablösesumme: Talente mit klar erkennbarem Entwicklungspotenzial sind teuer, und MIBR wird ihn kaum für kleines Geld ziehen lassen.
  • Projektnatur: Mit kl1m würde Liquid eher auf eine mittel- bis langfristige Lösung setzen, statt auf einen sofortigen Star.

Dennoch wäre kl1m ein Statement-Transfer: Liquid würde damit signalisieren, dass man das AWP-Rollenbild modern interpretieren und mit einem jungen, aggressiven Spieler in die Zukunft gehen will.

gr1ks: Bewiesener Impact in Europa

Eine etwas andere, aber nicht minder spannende Option ist Gleb "gr1ks" Gazin, aktuell unter Vertrag bei BIG.

gr1ks' Weg bis BIG

Sein Ruf hatte zwischenzeitlich gelitten, nachdem er bei HEROIC eher unsanft auf die Bank gesetzt wurde. Viele schrieben ihn früh ab – zu früh, wie sich inzwischen zeigt. Bei BIG hat gr1ks massiv aufgedreht:

  • Mehrere Turniersiege auf kleineren Events mit starkem individuellen Beitrag.
  • Sehr solide AWP-Stats, insbesondere in wichtigen Matches.
  • Ein deutlich gereiftes Decision-Making im Vergleich zu seinen frühen Tier‑1-Auftritten.

Er hat gezeigt, dass er in einem strukturierten System mit klaren Vorgaben exzellent funktionieren kann – ein wichtiger Punkt, wenn man an Liquids Aufbau mit siuhy und flashie denkt.

Kosten-Nutzen-Abwägung bei gr1ks

Die Kehrseite: Ein Spieler, der sich bei BIG so stark in Szene setzt, wird entsprechend teuer. Die Ablösesumme dürfte erheblich sein – möglicherweise höher als bei manchem Free Agent, aber dafür bekommt man:

  • Einen AWPer mit bewiesenem Impact in Europa.
  • Einen Spieler, der bereits mit Druck umgehen kann.
  • Ein Profil, das sich vermutlich relativ nahtlos in Liquids System integrieren ließe.

Für eine Organisation, die wieder um Titel mitspielen will, gehört genau diese Investitionsbereitschaft dazu. Wer sparen will, landet schnell im Mittelfeld – und genau dort will Liquid nicht bleiben.

CS2-Skins für Liquid-Fans: So wertest du dein Inventar auf

Während Team Liquid noch nach dem perfekten AWPer sucht, können Fans ihren eigenen Style in CS2 schon heute optimieren. Gerade wer viele Spiele von Liquid verfolgt, kennt den Effekt: Ein geiles Loadout macht einfach mehr Bock auf Ranked, FACEIT oder Liga.

Warum Skins für CS2 derzeit so gefragt sind

CS2 hat dem gesamten Skin-Ökosystem einen frischen Push gegeben:

  • Verbesserte Grafik und Beleuchtung lassen alte Klassiker im neuen Glanz erscheinen.
  • Viele Spieler werten ihre AWP-, Rifle- und Pistol-Loadouts auf, um das neue Spielgefühl zu feiern.
  • Creator, Streamer und Profis setzen verstärkt auf auffällige Skins – und der Markt zieht nach.

Gerade wenn du als Liquid-Fan häufig AWP schaust, kann ein starkes Skin-Setup deine Motivation pushen – selbst wenn du (noch) nicht spielst wie ZywOo oder m0NESY.

Sicher und smart CS:GO/CS2 Skins kaufen

Wenn du dir neue Skins zulegen möchtest, ist ein sicherer und etablierter Marktplatz entscheidend. Auf Plattformen wie csgo skins kannst du dein Inventar gezielt erweitern, ohne dich durch dubiose Angebote klicken zu müssen.

Gerade wer csgo skins kaufen will, achtet heute auf:

  • faire Preise im Vergleich zum Steam-Markt,
  • schnelle und verlässliche Auslieferung,
  • Übersicht bei Condition, Float und Pattern.

Auf csgo skins kaufen findest du eine breite Auswahl – von günstigen Budget-Skins für Einsteiger bis hin zu hochwertigen, sammelwürdigen Items.

Loadout-Tipps für Liquid-Fans

Wenn du dein Inventar an deinen Lieblingsstil oder dein Lieblingsteam anlehnen willst, kannst du dir ein thematisches Setup bauen:

  • AWP: Ein auffälliges, klares Design, das auf Streams und in Clips gut wirkt.
  • Rifles (AK-47, M4A1-S / M4A4): Skins mit klarer Farbgebung, die nicht vom Crosshair ablenken.
  • Pistolen: USP-S / Glock, Deagle oder P250 mit cleanen, aber markanten Finishes.

So bekommst du mit überschaubarem Budget ein stimmiges Gesamtbild, das im Matchmaking genauso gut kommt wie in FACEIT-Lobbys.

Fazit: Wie wird Team Liquid wieder ein Titelkandidat?

Team Liquid steht an einem entscheidenden Punkt: Das Gerüst des Lineups passt, die Struktur ist deutlich besser als noch vor wenigen Jahren, und mit NAF, EliGE und NertZ hat man eine starke Grundlage, auf der man aufbauen kann.

Doch solange die AWP-Position unter ihrem Potenzial bleibt, wird Liquid immer wieder knapp an Halbfinals, Finals und Titeln vorbeischrammen. ultimate hat viele Chancen bekommen, sich im System zu beweisen – doch die Entwicklung blieb hinter dem Anspruch eines Teams zurück, das wieder zu den Besten der Welt gehören will.

Ob die Lösung nun degster als erfahrener LAN-Performer, kl1m als modernes AWP-Talent oder gr1ks als bewiesener Europa-Sniper ist – entscheidend ist, dass Liquid den Mut hat, diese Schlüsselrolle konsequent zu adressieren.

Fest steht: Mit einer AWP auf Weltklasse-Niveau wäre dieses Team in der Lage, regelmäßig große Playoffs zu erreichen und um Titel mitzuspielen. Ohne Anpassung droht dagegen das Szenario, in dem Liquid dauerhaft knapp unterhalb der Elite verharrt – mit dem Gefühl, „fast“ ein Topteam zu sein, aber nie ganz anzukommen.

Für Fans bleibt die Hoffnung, dass das Management die Zeichen der Zeit erkennt – und dass wir in den kommenden Saisons ein Team Liquid erleben, das seinen Gegnern nicht nur mit starken Riflern, sondern auch mit einer furchteinflößenden AWP das Leben schwer macht.

Ähnliche Neuigkeiten