100 Thieves CS2: Langfristiger Erfolg statt schneller Gewinne

Januar 07, 2026
Counter-Strike 2
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100 Thieves CS2: Langfristiger Erfolg statt schneller Gewinne

Einordnung: Warum das 100-Thieves-CS2-Comeback so spannend ist

100 Thieves ist zurück in Counter-Strike – und zwar nicht mit einem schnellen Buy-in in ein bestehendes Top-Team, sondern mit einem bewusst aufgebauten CS2-Projekt für die nächsten Jahre. Nach dem Ausstieg aus CS im Jahr 2021 und dem Verkauf des australischen Line-ups hat sich die nordamerikanische Organisation Zeit gelassen, um den richtigen Moment für ein Comeback zu finden.

Statt ein eingespieltes Line-up mit vielen VRS-Punkten zu kaufen, setzt 100 Thieves auf eine Mischung aus unterschätzten Talenten und altbekannten Weltstars. Dieses Konzept ist riskant, aber genau das zeigt, dass die Organisation nicht kurzfristig einen Pokal abgreifen will, sondern nachhaltig ein Contender-Team aufbauen möchte.

Für Fans bedeutet das: Es geht nicht nur darum, ob 100 Thieves direkt Titel holt, sondern wie sich das Team über Monate und Jahre entwickelt. Wer sich für Taktik, Talententwicklung und langfristige Esport-Projekte interessiert, bekommt hier eines der spannendsten Experimente der CS2-Szene serviert.

Kaderübersicht: Wer spielt für 100 Thieves in CS2?

Das neue Line-up kombiniert aufstrebende Spieler aus Europa mit Legenden des dänischen und norwegischen Counter-Strikes. Offiziell bestätigt sind folgende Schlüsselfiguren:

  • Alex „pooi“ Sundgren – skandinavischer Rifler, aggressiver Playstyle
  • William „sirah“ Kjaersgaard – skandinavischer Rifler, explosiver Entry/Trading-Stil
  • Andrei „Ag1l“ Gil – portugiesischer Anchor, bekannt für solides Positionsspiel
  • Håvard „rain“ Nygaard – Legende aus FaZe-Zeiten, jetzt als In-Game-Leader
  • Nicolai „dev1ce“ Reedtz – einer der erfolgreichsten AWPer aller Zeiten
  • Lukas „gla1ve“ Rossander – vierfacher Major-Champion, jetzt Headcoach

Gemangelt hat es 100 Thieves keineswegs an Optionen. Zwischenzeitlich kursierten Gerüchte, man würde einen fertigen Core rund um GamerLegion kaufen, inklusive bekannter Namen wie REZ oder PR. Stattdessen ist es nun ein „Hybrid-Projekt“ geworden: ein Talentkern aus kleineren Organisationen, kombiniert mit Ultra-Veteranen, die schon auf allen Bühnen der Welt standen.

Genau das macht den Reiz aus: Dieses Line-up ist keine sichere Bank, sondern ein kontrolliertes Risiko mit viel Entwicklungsraum.

Jungstars im Fokus: poii, sirah & Ag1l

Das Fundament des Projekts bilden drei Spieler, die bisher vor allem Kennern der internationalen Szene ein Begriff sind. 100 Thieves verzichtet bewusst darauf, nur nach großen Namen zu gehen, und orientiert sich eher an Teams wie MOUZ oder Spirit, die ihren Erfolg auf smarte Talentidentifikation aufgebaut haben.

poii: Der hyperaggressive Rifler

Alex „pooi“ Sundgren kommt aus der Alliance-Organisation und gilt als einer der interessantesten Rifler-Picks der letzten Monate. Sein Spielstil ist klar nach vorne gerichtet:

  • Häufig der erste Kontakt im Default
  • Hohe Bereitschaft für Risk/Reward-Duels
  • Mechanisch stark, gutes Reaktionsvermögen

Für 100 Thieves ist poii ein Spieler, um den man mittel- bis langfristig ganze Setups herumbauen kann. Damit diese Rolle funktioniert, braucht er aber Struktur, Vertrauen und ein klares Mid-Round-Calling – genau hier kommen rain und gla1ve ins Spiel.

sirah: Dynamischer Rifler mit Upgrade-Potenzial

William „sirah“ Kjaersgaard war zuvor bei ECSTATIC aktiv und hat sich dort einen Namen als flexibler, aggressiver Rifler gemacht. In vielen Situationen wirkt er wie das perfekte Gegenstück zu poii:

  • Kann sowohl als Entry als auch als Trade-Fragger agieren
  • Bringt Tempo in Mid-Round-Hits
  • Hat das Potenzial, zu einem stabilen Second-Star zu werden

In einem Team mit dev1ce als Star-AWPer könnte sirah langfristig die Rolle des primären Rifler-Carrys einnehmen, während poii die Gegner früh unter Druck setzt.

Ag1l: Der Anker des Projekts

Andrei „Ag1l“ Gil mag auf dem Papier weniger spektakulär wirken, ist aber einer der wichtigsten Puzzleteile. Bei SAW hat er sich als:

  • zuverlässiger Anchor auf CT-Positionen
  • konstant in Hold-Percentages und Impact-Statistiken
  • speziell stark auf Maps wie Nuke und Train

präsentiert. Seine Rolle wird es sein, die Defensive zu stabilisieren, damit die aggressiveren Spieler Freiheiten bekommen. Gerade für ein Team, das sich neu findet, sind solide Anker extrem wertvoll.

Analysten-Daten (u.a. von Community-Analysten auf Twitter/X) unterstreichen, dass Ag1l in Disziplinen wie Hold Percentage über Durchschnitt und Anchor-ADR weit vorne liegt. Genau solche „unsichtbaren“ Stärken machen ihn zu einem smarten statt glamourösen Signing.

Erfahrung pur: rain, dev1ce und gla1ve

Während die drei Talente für Zukunft stehen, symbolisieren rain, dev1ce und gla1ve das Wissen aus mehr als einem Jahrzehnt Top-Tier-Counter-Strike.

rain als neuer IGL: Vom Star-Rifler zum Befehlshaber

Håvard „rain“ Nygaard war jahrelang das Gesicht von FaZe und einer der konstantesten Rifler der Welt. Dass er nun bei 100 Thieves die Rolle des In-Game-Leaders übernimmt, ist ein mutiger Schritt in eine neue Phase seiner Karriere.

Fakt ist: Statistisch war 2025 nicht sein bestes Jahr. Gleichzeitig bringt er aber etwas mit, das man nicht in HLTV-Stats messen kann:

  • Erfahrung aus unzähligen Finals und Major-Turnieren
  • Verständnis für moderne Meta, Positioning und Spacing
  • Respekt in der Szene, der es leichter macht, neue Strukturen zu verankern

Für 100 Thieves ist rain nicht nur ein Leader im Server, sondern auch ein Kulturträger: junge Spieler orientieren sich an seiner Arbeitsmoral, Kommunikationsdisziplin und Professionalität.

dev1ce: Der „King of Danish Counter-Strike“ kehrt auf eine neue Bühne zurück

Nicolai „dev1ce“ Reedtz braucht kaum Vorstellung. Mehrfache Major-Siege, MVP-Medaillen und jahrelange Dominanz mit Astralis machen ihn zu einem der erfolgreichsten Spieler überhaupt. Dennoch lief es in jüngerer Vergangenheit nicht mehr ganz auf dem Niveau seiner Prime.

Genau darum ist seine Verpflichtung gleichzeitig Risiko und Chance:

  • Schafft er es, unter gla1ves Coaching wieder an alte Stabilität anzuknüpfen?
  • Kann er als Mentorenfigur die Talente führen, selbst wenn er nicht permanent Top-Rating spielt?
  • Wie gut adaptiert er sich an Feinheiten der CS2-Mechanik, wie verändertes Movement und smokes?

Mit einem eingespielten System, das auf seine Stärken zugeschnitten ist, kann dev1ce immer noch Turniere im Alleingang beeinflussen. 100 Thieves setzt darauf, dass die Kombination mit gla1ve genau diese Version von ihm wieder hervorbringt.

gla1ve als Headcoach: Der Architekt im Hintergrund

Lukas „gla1ve“ Rossander hat seine aktive Karriere offiziell beendet, um als Headcoach bei 100 Thieves zu arbeiten. Als IGL von Astralis hat er mit dev1ce zusammen eine der taktisch einflussreichsten Ären in CS-Geschichte geformt.

Spannend ist, dass er nun:

  • nicht mehr selbst im Server callt, sondern Strukturen von außen schafft
  • rain beim Übergang zum IGL unterstützt
  • das Potenzial der jungen Spieler systematisch entwickelt

Gerade in CS2, wo die Meta noch in Bewegung ist und Teams experimentieren, kann ein kreativer, erfahrener Coach entscheidend sein. Gla1ve bringt zudem ein tiefes Verständnis von Vorbereitung, Anti-Strat und Mindset-Arbeit mit.

VRS-System und Rangaufstieg: Warum der fehlende Core kein K.o.-Kriterium ist

Ursprünglich war erwartet worden, dass 100 Thieves einen bestehenden Core mit VRS-Punkten übernimmt, um sofort hoch ins Ranking einzusteigen. Das ist nicht passiert – und auf den ersten Blick bedeutet das einen Nachteil: keine Startpunkte, kein Abkürzungsweg.

Doch das aktuelle Turnier- und VRS-System erlaubt es Teams, relativ schnell zu klettern, wenn sie konsequent performen. Analysten wie Jesper Larsen haben gezeigt, dass:

  • Teams ohne VRS-Punkte durch Open LANs und Qualifier rasch Sichtbarkeit bekommen können
  • regelmäßige solide Platzierungen wichtiger sind als ein einzelner Run
  • eine smarte Turnierplanung viel Boden gutmachen kann

Mit Menschen wie messioso im Management, die das System verstehen und strategisch nutzen, hat 100 Thieves gute Chancen, innerhalb weniger Monate eine relevante Position im Ranking zu erreichen, auch ohne zu Beginn einen fertigen Core eingekauft zu haben.

Realistische Erwartungen an 100 Thieves in CS2

Wer hofft, dass 100 Thieves schon in den nächsten Wochen Vitality, Spirit, MOUZ, Falcons, FURIA oder NAVI vom Thron stößt, wird vermutlich enttäuscht. Das Line-up ist nicht darauf ausgelegt, sofort konstant in Top-6-Playoffs einzuziehen.

Kurzfristige Ziele (0–6 Monate)

  • Etablierung eines stabilen Mappools
  • klare Rollenverteilung und Verantwortlichkeiten
  • Entwicklung einer Team-Identität (aggressiv? kontrolliert?)
  • erste respektable Ergebnisse auf Tier-2-Events und vereinzelte Upsets auf großen Bühnen

Hier lautet der Auftrag: Lernen, sammeln, anpassen. Das Management hat genug Spielraum, um nach einigen Monaten gezielt Spielerpositionen anzupassen oder einzelne Rollen neu zu besetzen.

Mittelfristige Ziele (6–18 Monate)

  • regelmäßige Qualifikation für internationale Events
  • Cluster aus positiven Ergebnissen gegen etablierte Top-10-Teams
  • erste tiefergehende Runs in Playoffs, z.B. Halbfinals
  • klar identifizierbare Stars im Team (z.B. poii/sirah als Top-Rifler, dev1ce als Stabilitätsfaktor)

Bis dahin sollte sich abzeichnen, welche Puzzleteile langfristig funktionieren. Einzelne Wechsel wären in dieser Phase nicht ungewöhnlich und könnten sogar Teil des Plans sein.

Langfristige Perspektive (18+ Monate)

Erst auf längere Sicht wird sich zeigen, ob 100 Thieves sich dauerhaft neben den Top-Organisationen der CS2-Welt einreihen kann. Der Weg dahin führt über:

  • kontinuierliche Talententwicklung und rechtzeitige Kaderanpassungen
  • ein taktisch reifes System unter gla1ve und rain
  • eine starke Performance bei mindestens einem großen Event, das dem Team den Durchbruch bringt

Entscheidend ist: 100 Thieves hat sich bewusst dagegen entschieden, kurzfristig Erfolg zu kaufen, und versucht stattdessen, Erfolg zu entwickeln. Im modernen CS2 kann das die nachhaltigere Strategie sein.

Langfristige Strategie aus Organisationssicht

Aus Sicht einer großen Organisation wie 100 Thieves sind CS2-Teams nicht nur sportliche Projekte, sondern auch Brand-Bausteine. Ein Line-up mit Legends wie rain, dev1ce und gla1ve bringt:

  • Reichweite im skandinavischen und dänischen Markt
  • internationale Fanbindung durch bekannte Gesichter
  • Glaubwürdigkeit gegenüber Sponsoren und Turnierveranstaltern

Gleichzeitig ermöglicht der Einsatz von Talenten aus kleineren Organisationen ein finanziell kontrolliertes Risiko. Statt astronomische Buyouts für Superteams zu zahlen, investiert man in Spieler, deren Marktwert bei guter Entwicklung deutlich steigen kann.

Das nimmt auch Druck vom Projekt: Scheitert eine bestimmte Konstellation, ist kein Zwang da, um eine teure „Galacticos“-Truppe auf Gedeih und Verderb zusammenzuhalten. Man kann gezielt nachjustieren, ohne dass das gesamte Projekt als gescheitert gilt.

CS2-Skins, Monetarisierung & was Fans davon haben

In CS2 spielen nicht nur Performance und Taktik eine Rolle, sondern auch die Skins- und Item-Ökonomie. Teams wie 100 Thieves profitieren davon, wenn Fans Skins spielen, die mit der Marke interagieren – etwa durch Sticker, Autogrammkapseln oder thematische Loadouts.

Für Spieler ist die Skin-Ökonomie nicht nur optischer Luxus, sondern teilweise auch eine Motivationsfrage: Viele Pros und Streamer achten auf ein konsistentes, stylishes Inventar, das zum Team oder zur eigenen Brand passt.

Wo Spieler CS2-Skins sicher kaufen können

Wer sein Inventar passend zur neuen 100-Thieves-Ära oder generell für CS2 upgraden möchte, kann neben dem Steam-Markt auch Drittanbieter-Plattformen nutzen. Auf Marktplätzen wie csgo skins stehen häufig:

  • günstigere Preise als direkt auf Steam zur Auswahl
  • eine große Auswahl an beliebten Skins für Rifles, Pistols und Messer
  • Filter nach Seltenheit, Zustand und Preisspanne

Gerade wer auf ein bestimmtes Farbschema setzt – etwa rot/weiß/schwarz in Anlehnung an 100 Thieves – kann sich so gezielt ein thematisch passendes Loadout aufbauen.

Kauf-Tipps für Skins: Worauf Spieler achten sollten

Wenn du csgo skins kaufen möchtest (die Items gelten auch für CS2), lohnt es sich, auf ein paar Punkte zu achten:

  • Vertrauenswürdige Plattform: Achte auf Bewertungen, Support und transparente Handelsprozesse.
  • Preisvergleich: Check kurz die Steam-Preise, um ein Gefühl für den Marktwert zu bekommen.
  • Float & Pattern: Besonders bei beliebten Skins kann die Optik stark variieren.
  • Langfristige Nutzung: Investiere lieber in Skins, die du wirklich gerne spielst, statt nur auf kurzfristige Preis-Spekulation zu setzen.

Ein stimmiges Inventar macht das Zuschauen bei Matches wie denen von 100 Thieves oft noch immersiver: Viele Fans bauen sich Loadouts, die zu ihren Lieblingsteams oder -spielern passen – etwa durch bestimmte AWP-Skins, wenn dev1ce auf dem Server steht.

Fazit: Ein spannender Langzeitplan und Ausblick auf die nächsten Monate

Das neue CS2-Projekt von 100 Thieves ist kein „Plug-and-Play“-Superteam, sondern ein bewusst gewähltes Langzeit-Experiment:

  • Talente wie poii, sirah und Ag1l bringen frisches Feuer und Entwicklungspotenzial.
  • Legenden wie rain, dev1ce und gla1ve liefern Erfahrung, Struktur und Starpower.
  • Das Management setzt auf VRS-Verständnis, clevere Turnierplanung und die Freiheit, das Roster anzupassen.

Erfolge werden nicht über Nacht kommen – aber genau das macht dieses Projekt interessant. Die nächsten Monate werden zeigen, welche Rollen funktionieren, ob rain in seiner IGL-Rolle aufgeht und ob dev1ce mit gla1ve im Hintergrund noch einmal ein großes Kapitel aufschlagen kann.

Für Fans ist jetzt der ideale Zeitpunkt, das Team von Anfang an zu begleiten – sei es als Zuschauer bei den ersten Qualifiern, als Analytiker kleiner Fortschritte im Mappool oder als Spieler, der sich sein eigenes CS2-Setup aufbaut, während sich 100 Thieves Schritt für Schritt im neuen Zeitalter von Counter-Strike etabliert.

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