- FURIA in der Krise: Wie kam es zum Absturz?
- Rückblick 2025: FURIAs überraschende Erfolgsstory
- Klasse vs. Form im CS2-Spitzenteam
- Die fehlenden Prozentpunkte im Detail
- Taktik und Rollenverteilung: Wie FURIAs System funktioniert
- T-Seite als Schwachstelle: Warum die Offense bricht
- Pistolrounds und Konversionsraten: Kleine Runden, große Wirkung
- Kein überragender Superstar: Der Unterschied zu Vitality & Co.
- Mentale und strukturelle Faktoren hinter dem Leistungsabfall
- Was FURIA ändern muss, um wieder Titel zu holen
- CS2-Skins, FURIA-Fans und der Skins-Markt
- Fazit: Top-4 statt Titel – FURIAs wahrscheinliche Zukunft
FURIA in der Krise: Wie kam es zum Absturz?
FURIA war Ende 2025 für viele Fans das heißeste Projekt in Counter-Strike 2. Nach Jahren voller Enttäuschungen schien das Team dank der Verpflichtungen von Danil „molodoy“ Golubenko und Mareks „YEKINDAR“ Galinskis wieder an der Weltspitze angekommen zu sein. Vier Titel in der zweiten Jahreshälfte, starke Auftritte bei großen Events, ein klar erkennbares System – alles sah danach aus, als hätten die Brasilianer endlich ihren Weg gefunden.
Nur wenige Monate später wirkt dieses Bild brüchig. FURIA schafft zwar noch Playoffs und Halbfinals, aber sie wirken nicht mehr wie ein Team, das Turniere dominiert, sondern wie ein klassischer Top-4-Kandidat. Genau diese Verschiebung – vom Titelanwärter zum ewigen Halbfinalisten – schauen wir uns in diesem Artikel im Detail an.
Wir analysieren Zahlen, Rollen, Taktiken und auch die psychologische Komponente und ordnen ein, ob FURIAs Fenster für große Trophäen wirklich schon zu ist – oder ob es noch Wege zurück an die Spitze gibt.
Rückblick 2025: FURIAs überraschende Erfolgsstory
Um zu verstehen, warum 2026 so enttäuschend wirkt, muss man sich vor Augen führen, wie stark FURIA 2025 performt hat. Nach außen wirkte das Lineup schon fast wie ein „Last Dance“ rund um IGL-Legende Gabriel „FalleN“ Toledo. Viele rechneten mit einem soliden, aber nicht weltbewegenden Abschluss seiner Karriere.
Stattdessen passierte Folgendes:
- molodoy explodierte auf der internationalen Bühne als AWP-Talent.
- YEKINDAR fand in FURIAs Struktur eine perfekte Umgebung für seinen aggressiven Stil.
- KSCERATO bestätigte seinen Ruf als einer der besten Closer und Lurk-Spieler der Welt.
- Das Team gewann vier Trophäen in wenigen Monaten und galt beim StarLadder Budapest Major als Mitfavorit.
Die Kombination aus einem klaren System, individuellen Peaks und guter Vorbereitung machte FURIA kurzfristig zu einem Team, das niemand treffen wollte. Doch das Viertelfinal-Aus bei diesem Major gegen NAVI markierte im Nachhinein einen Wendepunkt. Seitdem geht es nicht mehr darum, wie viele Titel FURIA holen kann, sondern ob sie überhaupt noch einen großen Pokal gewinnen.
Klasse vs. Form im CS2-Spitzenteam
Im Profisport hört man ständig den Satz: „Form ist temporär, Klasse ist permanent.“ Das trifft auch in CS2 zu – aber nur begrenzt. Topteams wie Vitality oder MOUZ zeigen, wie fein die Linie zwischen Turniersieg und Viertelfinal-Aus ist.
Vitality dominierte die erste Hälfte von 2025 mit sieben Turniersiegen in Serie, weil alle Spieler gleichzeitig in Topform waren. In der zweiten Jahreshälfte sank insbesondere die Form von Shahar „flameZ“ Shushan. Die strukturelle Klasse des Teams reichte zwar, um fast immer in die Top 4 zu kommen, aber aus sieben Titeln wurden nur noch zwei.
Ähnlich MOUZ: Ein extrem stabiles System, viele Halbfinals und Finals, aber zu selten klickt die Firepower auf allen Positionen. Das Resultat: konstant gut, aber selten überragend.
FURIA schien 2025 kurzzeitig auf dem Weg in die Kategorie „Vitality“ – also zu einem echten Titelkandidaten. 2026 deuten die Anzeichen jedoch eher darauf hin, dass sie in die „MOUZ-Zone“ rutschen: ein sehr gutes Team, aber ohne die letzten Prozente Richtung Champion.
Die fehlenden Prozentpunkte im Detail
Wenn Profis über Niederlagen sprechen, fallen oft Begriffe wie „Prozentpunkte“ oder „Details“. Gemeint sind:
- gewonnene oder verlorene Pistolrounds,
- Konversionsraten nach gewonnenen Pistols,
- gewonnene vs. verlorene 1vX-Clutches,
- Timing bei Rotationen und Utility-Nutzung,
- die ersten Kills einer Runde (Openings).
Genau hier baut FURIA aktuell ab. Obwohl sie weiterhin Playoffs erreicht, wirken die Siege oft wacklig, die Niederlagen dagegen deutlich. Bei Events wie BLAST Bounty und IEM Krakau zeigten sich immer wieder dieselben Muster:
- Schwache Starts in Serien, insbesondere auf der T-Seite.
- Unsichere Pistolrounds und vor allem schlechte Konversionen der gewonnenen Pistols.
- Stars, die im Vergleich zu 2025 spürbar schlechtere Ratings liefern.
Die Folge: Maps werden länger, Serien enger, die mentale Belastung steigt und FURIA wirkt im Laufe eines Turniers zunehmend müde. In einem Feld, in dem Teams wie Vitality und Spirit konstant Druck machen, reicht das nicht, um Trophäen zu holen.
Taktik und Rollenverteilung: Wie FURIAs System funktioniert
FURIA setzt seit den Roster-Moves stark auf ein System, das sich sichtlich an Vitality orientiert. Anstatt wie früher auf puren Chaos-CS zu setzen, ist das Team heute deutlich strukturierter:
- YEKINDAR fungiert als aggressiver Opener auf vielen Maps, der Raum erzwingt und früh Informationen holt.
- KSCERATO übernimmt die Rolle des Closers / Lurkers, der Mid- bis Lategame-Runden gewinnt, sobald die Räume geschaffen wurden.
- molodoy ist der AWPer, der sowohl defensiv verankert als auch offensiv Picks sucht.
- yuurih füllt viele „klebrige“ Rollen, die nicht immer Highlight-Potenzial haben, aber extrem wichtig fürs System sind.
- FalleN (oder sein Nachfolger als IGL) steuert das Makrospiel: Rotationen, Midround-Calls, Anpassungen.
Auf dem Papier ist dieses System stark genug, um dauerhaft oben mitzuspielen. Und tatsächlich: strukturell ist FURIA weiterhin ein Topteam. Die Rotationen sind meist sauber, die Setplays sitzen, die Utility-Nutzung ist solide bis gut.
Doch jedes System ist nur so gut wie die Firepower, die es trägt. Und genau dort liegt der Bruch im Vergleich zu 2025.
Statistischer Vergleich: 2025 vs. 2026
Während des großen Titelruns Ende 2025 sahen die Ratings der Stars in etwa so aus:
- KSCERATO: ca. 1,23 Rating
- YEKINDAR: ca. 1,13 Rating
- yuurih: ca. 1,07 Rating
2026 sieht das Bild deutlich trüber aus:
- KSCERATO: ca. 1,11 Rating
- YEKINDAR: ca. 1,07 Rating
- yuurih: rund 0,97 Rating
Die Ratings sind nicht schlecht, aber für ein Team, das Titel gewinnen will, reichen sie nicht aus. Besonders problematisch: die Offense.
T-Seite als Schwachstelle: Warum die Offense bricht
In CS2 sind T-Seiten naturgemäß schwerer zu spielen als CT-Seiten. Wer auf hohem Niveau regelmäßig Turniere gewinnen will, braucht mindestens solide T-Winrates und das Vertrauen, auch in der Offense Comebacks zu schaffen.
Bei FURIA ist genau das aktuell nicht der Fall. Der Unterschied ist klar messbar:
- Ende 2025: T-Seiten Round Win Rate von rund 52,3 %.
- 2026: Absturz auf etwa 44 %.
Das sind nicht nur ein paar Prozentpunkte, das ist ein massiver Einbruch, der sich direkt in den Ergebnissen widerspiegelt. Gründe dafür sind unter anderem:
- YEKINDAR findet seltener die frühen Openings, die das System braucht.
- KSCERATO bekommt weniger günstige Lategame-Situationen, in denen er seine Clutch-Stärke ausspielen kann.
- yuurih hat einen Formeinbruch und verliert häufiger wichtige Duelle in Mid- und Support-Rollen.
- Der Impact von molodoy ist stark, aber nicht auf ZywOo-Niveau – er kann das Offensivproblem allein nicht lösen.
Wenn die T-Seite nicht trägt, geraten Best-of-3-Serien häufiger in Schieflage. FURIA braucht dann nahezu perfekte CT-Hälften, um überhaupt im Spiel zu bleiben. Auf Dauer ist das gegen Topteams nicht haltbar.
Pistolrounds und Konversionsraten: Kleine Runden, große Wirkung
Ein weiterer kritischer Bereich sind die Pistolrounds und die Runden direkt danach. Gerade in der aktuellen CS2-Ökonomie sind Pistols extrem wichtig: Wer die Runde gewinnt und sauber konvertiert, baut einen frühen wirtschaftlichen wie mentalen Vorteil auf.
CT-Pistols: Besser als Vitality, aber weit von der Spitze entfernt
FURIAs CT-Pistol-Winrate liegt bei rund 36,8 %. Das ist zwar deutlich besser als die von Vitality (ca. 22,2 %), aber im Vergleich zu Teams wie Spirit (ca. 70 %) oder Falcons (ca. 56,6 %) klar zu wenig.
Gegen starke Gegner bedeutet das: FURIA startet zu oft mit einem Rückstand in die Halbzeit. Selbst wenn die Midgame-Runden ordentlich gespielt werden, fehlen zu häufig die „freien“ Punkte, die man in Pistols mitnehmen könnte.
T-Pistols: Gute Quote, schlechte Konversion
Interessanterweise sieht die Statistik auf der T-Seite zunächst gar nicht so schlecht aus. FURIA gewinnt etwa 57,7 % der T-Pistolrounds (z.B. 11 von 19). Das Problem sitzt eine Runde später:
- nach gewonnenen T-Pistols werden nur etwa 63,6 % der folgenden Runden konvertiert.
- Zum Vergleich: PARIVISION, das FURIA bei BLAST Bounty schlagen konnte, hat bei ebenfalls 11 gewonnenen T-Pistols eine 100 % Konversionsrate.
Das heißt: FURIA gewinnt zwar oft den Start, gibt den Vorteil aber direkt wieder aus der Hand – sei es durch schlechte Anti-Eco-Struktur, ungenaue Utility oder zu viel Risiko in Situationen, in denen Kontrolle wichtiger wäre.
Genau diese „versteckten“ Prozentpunkte sind es, die am Ende über Top-4 oder Titel entscheiden.
Kein überragender Superstar: Der Unterschied zu Vitality & Co.
Wenn man FURIA mit absoluten Topteams wie Vitality, aber auch mit Spirit vergleicht, fällt ein Punkt besonders auf: der fehlende absolute Superstar, der ein System im Alleingang über das Limit pushen kann.
Vitality hat mit Mathieu „ZywOo“ Herbaut einen Spieler, der in fast jeder Rolle und auf jeder Map Game-Changer-Potenzial hat. Dazu kommt flameZ als High-Impact-Opener und mezii als extrem stabiler Allrounder. Spirit hat mit donk ein Talent, das ganze Server zerstören kann, auch wenn er noch nicht so konstant wie ZywOo ist.
Und FURIA?
- molodoy ist ein riesiges Talent, aber ihm fehlt noch die brutale Konstanz eines ZywOo.
- YEKINDAR ist weiterhin in der Lage, Runden aufzusprengen, tut dies aber 2026 deutlich seltener als flameZ.
- yuurih war jahrelang ein stabiler Faktor, fällt aktuell aber hinter Spielern wie mezii zurück.
FURIA hat sehr gute Spieler, aber keinen, der regelmäßig in der absoluten S-Tier-Superstar-Kategorie auftaucht. Solange das System perfekt funktioniert, kann man das kompensieren. Sobald aber Formdellen dazu kommen, fehlt dieser eine Spieler, der ein Turnier alleine auf seine Schultern nimmt.
Mentale und strukturelle Faktoren hinter dem Leistungsabfall
Leistungseinbrüche sind selten rein mechanisch. Gerade bei einem Team wie FURIA, das traditionell stark über Emotionen, Tempo und Selbstvertrauen kommt, spielen mentale Faktoren eine große Rolle.
Erwartungsdruck vs. Realität
Nach dem starken Abschluss von 2025 wurden die Erwartungshaltungen enorm:
- Fans und Analysten sahen FURIA als neuen Dauertitelkandidaten.
- Gegner begannen, sie gezielt zu antistraten.
- Intern steigt der Druck, die eigene „Peak-Version“ wiederzuerreichen.
Wenn dann die ersten Ergebnisse 2026 eher durchwachsen sind, kommt es schnell zu Selbstzweifeln: Spieler zögern öfter, nehmen Duelle später, rotieren vorsichtiger. Das reicht im High-Level-CS schon aus, um nicht mehr den letzten Schritt zu machen.
Fatigue durch längere Spiele
Weil FURIA aktuell öfter enge Maps spielt, Overtime-Serien hat oder auf Entscheidungen auf Map 3 angewiesen ist, steigt die Turnier-Fatigue. Spieler müssen über mehrere Tage maximal fokussiert sein, obwohl sie schon seit den frühen Runden viel Energie verbrauchen.
Teams mit einem oder zwei Über-Superstars können solche Phasen besser überbrücken, weil einzelne Spieler ganze Maps tragen können. FURIA ist mehr vom Kollektiv abhängig – wenn das Kollektiv müde wird, bricht die Performance stärker ein.
Was FURIA ändern muss, um wieder Titel zu holen
Die Frage ist nicht, ob FURIA ein gutes Team bleibt – das tun sie aller Wahrscheinlichkeit nach. Die Frage ist: Wie kommen sie wieder in die Titelzone? Dazu lassen sich mehrere Ansatzpunkte nennen.
1. Individuelle Formkurve stabilisieren
Ohne starke Ratings der Kernspieler geht nichts. Besonders wichtig sind:
- KSCERATO: Er muss wieder in Richtung 1,20-Rating kommen, vor allem als Closer.
- YEKINDAR: Mehr Konstanz in den Openings, weniger sinnlose First-Deaths.
- yuurih: Zurück zur Rolle als verlässlicher Midround-Spieler mit Impact.
Hier können Aim-Training, Demo-Reviews und gezieltes Rollen-Finetuning helfen. Manchmal ist schon ein kleiner Positionswechsel auf einer Map genug, um einem Spieler wieder Selbstvertrauen zu geben.
2. Pistol- und Anti-Eco-Game überarbeiten
Die aktuellen Statistiken sprechen eine klare Sprache: FURIA lässt zu viele „freie“ Runden liegen. Konkrete Maßnahmen könnten sein:
- gezielte Pistol-Playbooks für jede Map mit mehreren klaren Varianten,
- Festlegung von Clutch-Rollen in Pistols (wer überlebt, wer tradet),
- strukturierte Anti-Force- und Anti-Eco-Setups auf T-Seite, die Risiko minimieren.
Schon eine Verbesserung von 5–10 Prozentpunkten in diesen Bereichen kann über mehrere Events hinweg den Unterschied zwischen Top-8 und Top-4 – oder zwischen Top-4 und Titel – ausmachen.
3. T-Seiten flexibler und weniger vorhersehbar machen
Da FURIAs T-Winrate deutlich eingebrochen ist, sollte ein Fokus darauf liegen, die Offense weniger schematisch aussehen zu lassen:
- mehr Midround-Varianz, statt starre Executes,
- Mapsituationen schaffen, in denen YEKINDAR bewusst isolierte Duelle erzwingen kann,
- gezieltes Einbinden von molodoy in frühen Mapkontroll-Szenarien, statt ihn zu passiv zu verankern.
FURIA muss wieder das Gefühl entwickeln, auf der T-Seite aktiv das Spiel zu diktieren, statt nur auf Fehler des Gegners zu hoffen.
4. Superstar-Frage und langfristige Roster-Planung
Für den ganz großen Wurf könnte FURIA langfristig nicht darum herumkommen, die Superstar-Frage zu stellen: Reicht die aktuelle Firepower, wenn gleichzeitig Teams wie Vitality, Spirit oder Falcons weiter aufrüsten?
Das heißt nicht, dass sofort ein Roster-Move nötig ist. Aber intern sollte klar sein:
- Wer ist der Franchise-Spieler des Teams?
- Wo ist noch Entwicklungspotenzial vorhanden?
- Welche Rollen wären durch ein Talent-Upgrade sinnvoll zu stärken?
Erst, wenn diese Fragen beantwortet sind, kann FURIA gezielt nachrüsten, statt nur Symptome zu bekämpfen.
CS2-Skins, FURIA-Fans und der Skins-Markt
Für CS2-Fans, die FURIA verfolgen, spielt oft nicht nur das Spiel selbst, sondern auch der Skins-Markt eine Rolle. Viele wollen ihre Loadouts an ihre Lieblingsteams anpassen, sei es mit bestimmten Farbschemen oder Stickern.
Gerade jetzt, wo FURIA nicht mehr jedes Event dominiert, bleibt die Fan-Identifikation über Skins, Sticker und Inventar umso wichtiger. Wer als FURIA-Fan ein Setup bauen möchte, das zur brasilianischen Identität oder zum Spielstil des Teams passt, kann gezielt nach passenden Waffen-Skins und Stickern suchen.
Wenn du dein Inventar upgraden möchtest, findest du auf vertrauenswürdigen Plattformen eine große Auswahl an Skins. Auf dem deutschsprachigen Markt lohnt sich ein Blick auf Anbieter, bei denen du csgo skins sicher und bequem handeln kannst.
Besonders praktisch für Spieler aus dem DACH-Raum sind Seiten, auf denen du transparent und ohne versteckte Gebühren csgo skins kaufen kannst. So kannst du dein FURIA-inspiriertes Loadout zusammenstellen – egal, ob du eher aggressive Rifler-Skins wie bei YEKINDAR bevorzugst oder dir eine stylische AWP im molodoy-Look zulegen willst.
Natürlich ersetzen Skins keine Titel, aber sie sind ein wichtiger Teil der CS2-Fankultur. Und selbst wenn FURIA sportlich schwankt, bleibt die Community rund um brasilianische CS-Teams traditionell eine der leidenschaftlichsten der Welt.
Fazit: Top-4 statt Titel – FURIAs wahrscheinliche Zukunft
FURIA ist 2026 weit davon entfernt, ein schlechtes Team zu sein. Das System ist durchdacht, die Spieler sind individuell stark, die Organisation erfahren und professionell. In vielen Bereichen wirkt das Lineup wie eine kleine Ausgabe von Vitality oder MOUZ: gut strukturiert, mit klaren Rollen und dem Potenzial, fast jedes Team zu schlagen.
Doch für konstante Titelgewinne fehlen aktuell genau jene Prozentpunkte, die die echte Elite ausmachen:
- die letzten paar Prozent Firepower bei YEKINDAR, KSCERATO und yuurih,
- stabilere T-Seiten mit höherer Round-Win-Rate,
- bessere Pistol- und Konversionsstatistiken,
- ein Superstar, der im Zweifel ein ganzes Turnier tragen kann.
Alles deutet darauf hin, dass FURIA kurz- bis mittelfristig eher in die Kategorie „Top-4-Anwärter“ fällt als in die Kategorie der Titel-Favoriten. Sie werden weiterhin Playoffs erreichen, Halbfinals spielen, gelegentlich Finals sehen – aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine weitere Phase mit mehreren Trophäen in kurzer Zeit erleben, ist deutlich geringer geworden.
Dennoch ist das Buch noch nicht endgültig geschlossen. Sollte FURIA es schaffen, ihre Form wiederzufinden, gezielte Anpassungen vorzunehmen und vielleicht langfristig die Superstar-Frage zu lösen, kann dieses Lineup erneut zu einer Gefahr bei Majors und Tier-1-Events werden. Bis dahin bleibt FURIA ein Team, das man immer auf dem Zettel haben muss – aber nicht mehr unbedingt als ersten Tipp, wenn es um die Frage geht, wer am Ende den Pokal in die Höhe stemmt.
Für Fans, Analysten und Skins-Sammler bleibt FURIA trotzdem spannend: als Beispiel dafür, wie fein die Grenze zwischen Klasse und Titelreife im modernen CS2 geworden ist.


















